KAT 5 in Einsatz gestellt

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Am vergangenden Wochenende wurde der 5. Katastrophenzug des Landesfeuerwehrverbandes Kärnten, in der Goiginger Kaserne in Bleiburg, in Dienst gestellt.

Text und Fotos: Erich Varh, ÖA und Pressebeauftragter

Den Katastrophenzug 5, kurz KAT 5 gennant, bilden die Feuerwehren aus den Bezirk Völkermarkt und Wolfsberg und somit 365 Tage, 24 Stunden einsatzbereit. Mit 130 Feuerwehrfrauen und Männer präsentierten die Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Helmut Blazej (Völkermarkt) und OBR Wolfgang Weißhaupt (Wolfsberg) den 5. Katzug, welcher in Kärnten in den Dienst gestellt wurde. Von der beeidruckenden Schlagkraft zeigten sich unter anderen Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Peter Kaiser, Landesfeuerwehrkommandant LBD Josef Meschik und Bezirkshauptmann Gert André Klösch begeistert.

„Die vorbildliche Zusammenarbeit unter den Einsatzkräften ist in Kärnten vorbildlich und in Österreich einzigartig“, so LFK Meschik bei seiner Ansprache. Peter Kaiser betonte bei seiner Rede die erfolgreichen Einsätze in Italien (Waldbrand Montasio-Alm) und Slowenien (Eisregen), wo bereits zahlreiche Einsatzkräfte aus Kärnten grenzüberschreitend im Einsatz standen. Auch bei den Hochwasser in Serbien waren Feuerwehren aus dem Bezirk Völkermarkt im Einsatz.

Bei sechs Stationen konnten sich die Feuerwehren von den zur Verfügung stehenden Gerätschaften und dem Know-how einzelner Kameraden ein Bild machen. Für die Organisation des KAT 5 zeigte sich ABI Patrick Skubel von der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus verantwortlich. „Helmut Blazej hat mich mit dem Aufbau des Katastropenzuges beauftragt. Die Organisation dauerte über ein Jahr“, so Skubel. Insgesamt meldeten sich 220 Kameraden für den Katastrophenzug an. Im Ernstfall wird mittels SMS über einen anstehenden Einsatz informiert. „Maximal werden im Ernstfall rund 60 Kameraden in den Einsatz gestellt“, erläuterte Blazej. „Der KAT 5 hat anschließend zwölf bis 24 Stunden Zeit um die Einsatzbereitschaft herzustellen“, erklärte Weißhaupt.

Die Feuerwehrfrauen und Männer gehen unentgeltlich in einen Katastropheneinsatz. Auch wird ihnen die Arbeitszeit nicht ersetzt, sondern es muss bei Bedarf Urlaub genommen werden. „Deshalb ist es umso wichtiger eine Schlagkraft von über 200 Kameraden im Hintergrund zu haben, denn nicht jeder kann kurzfristig in den Katastropheneinsatz, der mehrer Tage dauern kann“, so Skubel.

Für das nächste Jahr ist eine zweitägige Einsatzübung des KAT 5 geplant.

Info:

  • KAT-Übung am 17. Okotber 2015 in der Goiginger Kaserne in Bleiburg.
  • 130 Feuerwehrfrauen und Männer nahmen an der Übung teil.
  • Rund 30 Fahrzeuge aus Völkermarkt und Wolfsberg waren vor Ort.
  • Gerätschaften vom Katastrophenlager des Landesfeuerwehrverbandes Kärnten wurden geübt.

Stationen

  1. Organisation des Katzuges
  2. Aufbau Inventar, Heizung und Funkstation
  3. Notstromversorgung und Beleuchtung
  4. Waldbrandpaket, MRAS (Menschenrettung und Absturzsicherung) und Flughelfer
  5. Hochwasser, Pumpen, Hochwasserschläuche und Einsatzboote
  6. Sondereinsatzgeräte
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